Im Streit um das Mao-Meme hat sich der Präsident des französischen Fussballverbands FFF, Philippe Diallo, hinter Kylian Mbappé gestellt. Gegenüber Ouest-France sagte er laut Foot Mercato, er hoffe, die Polemik werde nicht lange andauern; Mbappé habe sich entschuldigt. Gleichzeitig meldete sich der Ersteller der umstrittenen Bildmontage zu Wort. Der chinesische Staatsmedienkonzern CMG hält seinen Sendestopp für LaLiga weiter aufrecht.
Bisheriger Stand: Nach einem Beitrag von Mbappé mit dem Mao-Meme beendeten chinesische Sponsoren die Zusammenarbeit mit ihm, Mbappé und Real Madrid entschuldigten sich, CMG bestätigte den Eingang des Briefs des Klubs.
Diallo hofft auf ein rasches Ende
Diallo äusserte sich am Donnerstag, 29.10.2026, im Gespräch mit Ouest-France. Laut Foot Mercato sagte er sinngemäss, es handle sich um eine Polemik, die hoffentlich nicht andauern werde. Die Nachrichtenagentur Reuters, verbreitet von Al Jazeera, berichtete ebenfalls über Diallos Unterstützung für den Kapitän der französischen Nationalmannschaft.
Der Urheber des Memes meldet sich
Das Bild, das Mbappé geteilt hatte, stammt von Younes Khelifi, der auf X das Konto @frenchaicovers betreibt. Er erstellte die Montage im Sommer 2023. Laut Get French Football News sagte Khelifi, Mbappé tue ihm leid (übersetzt aus dem Englischen). Managing Madrid griff die Aussage am 30.10. ebenfalls auf. Über das Medium, in dem Khelifi sich ursprünglich äusserte, gehen die Angaben auseinander: Get French Football News nennt Le Parisien, Managing Madrid das Magazin So Foot.
Kein Zeitplan für Übertragungen
CMG hat laut Managing Madrid weiterhin keinen Zeitplan genannt, ab wann LaLiga-Spiele wieder übertragen werden. Der Konzern hatte die Übertragungen ab Montag, 26.10., ausgesetzt und den Stopp auch nach der Entschuldigung von Real Madrid beibehalten.
Managing Madrid berichtet zudem über einen Leitartikel der staatsnahen Zeitung Global Times, der den Umgang von Real Madrid mit der Affäre seinem Vorgehen bei den rassistischen Beleidigungen gegen Vinícius Júnior gegenüberstelle, sowie über eine Plattform der Propagandaabteilung der Provinz Zhejiang, die die Reaktion des Klubs als oberflächlich bezeichnet habe. Beide Punkte lassen sich in den abgerufenen Quellen nicht unabhängig bestätigen.
Einordnung
Die Irish Times widmete dem Fall am 30.10. eine Analyse über die Kosten, die ausländischen Sportlern und Klubs drohen, wenn sie in China Anstoss erregen. Neue Massnahmen chinesischer Unternehmen oder Behörden seit dem 29.10. finden sich in den abgerufenen Berichten nicht. Eine neue Stellungnahme von Real Madrid seit der Entschuldigung vom 28.10. findet sich darin ebenfalls nicht.




