Zu diesem Thema gibt es neuere Meldungen: Goebbels-Vergleich: Sportrat CSD schaltet das Sportgericht gegen Tebas ein

Real Madrid · 02.10.2026

Bericht: UEFA-Entscheid im Fall Negreira laut AS nicht vor Mitte 2027

Laut AS ist mit einem Urteil der UEFA im Fall Negreira frühestens Mitte 2027 zu rechnen. Zuerst soll das Strafverfahren in Spanien vorankommen.

Eine Entscheidung der UEFA im Fall Negreira dürfte noch lange auf sich warten lassen. Laut AS, zitiert von Bernabéu Digital, wird die Sache frühestens Mitte 2027 abgeschlossen, möglicherweise später; im laufenden Jahr sei kein Urteil zu erwarten. Bisheriger Stand: Die UEFA hat am 01.10.2026 den Eingang von Real Madrids umfangreichem Dossier bestätigt und prüft es in ihrem bestehenden Verfahren.

Der Zeitplan hängt am spanischen Strafverfahren. Laut Goal soll die Instruktion, also das gerichtliche Ermittlungsverfahren vor einer möglichen Anklage, Ende 2026 abgeschlossen sein. Der zuständige Richter habe einen Antrag von Real Madrid, unterstützt von der Staatsanwaltschaft, auf eine Verlängerung um sechs Monate abgelehnt. Danach folge 2027 der Prozess gegen den FC Barcelona; erst anschliessend wolle die UEFA über mögliche Sanktionen entscheiden. Africa Soccer nennt denselben Ablauf.

AS berichtet laut Bernabéu Digital zudem, dass rund 20 Schiedsrichter aus der Zeit Negreiras weiterhin im spanischen Schiedsrichterwesen tätig seien, drei davon in leitenden Funktionen. Real Madrid fordert laut demselben Bericht eine exemplarische Strafe bis hin zur Aberkennung von Titeln, falls sich unzulässige Zahlungen bestätigen.

Offiziell gibt es keinen Zeitplan: Die UEFA hat keine Frist genannt, und Real Madrid verlangt in seiner Mitteilung vom 01.10.2026 lediglich, dass die Untersuchung mit grösster Dringlichkeit geführt wird.

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23.10.2026, 11:21 Uhr · neuer Goebbels-Vergleich: Sportrat CSD schaltet das Sportgericht gegen Tebas ein

Der spanische Sportrat CSD hat Javier Tebas' Äusserungen über Real Madrid TV dem Sportverwaltungsgericht TAD vorgelegt. Tebas bleibt bei seiner Position.

Javier Tebas spricht gestikulierend auf einer Konferenzbühne

Der spanische Sportrat (Consejo Superior de Deportes, CSD), die Sportbehörde der Regierung, hat am Donnerstag, 22.10.2026, von sich aus ein Verfahren gegen LaLiga-Präsident Javier Tebas angestossen. Er legte dem Tribunal Administrativo del Deporte (TAD) ein begründetes Gesuch vor. Das TAD ist das staatliche Sportverwaltungsgericht, das in Spanien über Disziplinarfälle von Sportfunktionären entscheidet. Es soll prüfen, ob Tebas‘ Vergleich der Kommunikation von Real Madrid TV mit den Propagandamethoden von Joseph Goebbels eine schwere Verfehlung darstellt.

Was der CSD verlangt

Laut einer Agenturmeldung, die Infobae veröffentlicht hat, stützt sich der CSD auf Artikel 76.4.b des Sportgesetzes von 1990 (Ley 10/1990 del Deporte). Dieser stuft öffentliche und offenkundige Handlungen, welche die «Würde oder den Anstand im Sport» verletzen, als schwere Verstösse ein. Der CSD fragt das Gericht, ob «Indizien» für einen solchen Verstoss vorliegen; er beruft sich auf die bisherige Rechtsprechung des TAD, wonach Würde und Anstand einen Rahmen des zivilisierten Zusammenlebens im Sport voraussetzen. Laut Libertad Digital betonte der CSD zugleich, das TAD sei ein unabhängiges Kollegialgericht. Welche Strafe Tebas drohen könnte, nennt keine der Quellen; bis wann das TAD entscheidet, ist ebenfalls offen.

Die Äusserungen vom 16. Oktober

Tebas, zugleich Vizepräsident des spanischen Verbands RFEF, hatte am 16.10.2026 auf X die Berichterstattung von Real Madrid TV kritisiert. Der Klubsender stelle Real Madrid stets als Opfer dar, wähle passende Szenen aus, wiederhole Klagen und lasse Zusammenhänge weg. Diese Methoden erinnerten an Propagandamechanismen, wie sie Goebbels, der Propagandaminister des nationalsozialistischen Deutschlands, genutzt habe. In einer Präzisierung schrieb er, der Vergleich beziehe sich auf Techniken wie systematische Wiederholung und den Aufbau eines Feindbilds, nicht auf eine Ideologie und nicht auf die Fans. Real Madrid forderte noch am selben Tag seinen sofortigen Rücktritt.

Uribes: «Rote Linien»

CSD-Präsident José Manuel Rodríguez Uribes hatte schon am 16.10. angekündigt, ein Vorgehen zu prüfen. Laut Libertad Digital forderte er Tebas auf, sich zu entschuldigen. Die Meinungsfreiheit habe in Spanien sehr weite Grenzen, schliesse aber Nazi- oder Goebbels-Vergleiche gegen einen Klub der eigenen Liga nicht ein; als Ligapräsident trage Tebas eine «doppelte Verantwortung». Im Radiosender RNE sagte der CSD laut Infobae, es gebe Linien, die man nicht überschreiten dürfe (übersetzt aus dem Spanischen).

Tebas bleibt dabei

Tebas reagierte noch am Donnerstag auf X und bekräftigte seine Haltung. Laut Infobae schrieb er, die Verteidigung des Wettbewerbs verlange auch, jenen zu antworten, die ihn ständig in Verruf brächten; das gehöre zu seiner Verantwortung, und er werde sie weiter wahrnehmen. Sein ursprünglicher Beitrag habe ausdrücklich zwischen Propagandatechniken und Ideologie unterschieden. Er vertraue darauf, dass das TAD den gesamten Inhalt und Zusammenhang würdige, und schloss den Gang vor ordentliche Gerichte nicht aus.

Zugleich ging Tebas zum Gegenangriff über. Er warf dem CSD vor, zu den Vorwürfen der Klubführung von Real Madrid und ihres Senders zu schweigen, die dem Schiedsrichterwesen Korruption und der Liga einen «verfälschten» Wettbewerb unterstellten. Solche Aussagen schadeten der Würde des Fussballs, der Klubs, der Schiedsrichter und der Fans. Das Verfahren bezeichnete er als «eines mehr» und erinnerte an den Fall Olmo, nach dem man ihm ebenfalls ein Ende vorhergesagt habe.

Einordnung und Vorgeschichte

Der Streit ist Teil der Auseinandersetzung um den Fall Negreira, die Zahlungen des FC Barcelona an den früheren Vizepräsidenten des Schiedsrichterkomitees. Tebas hatte Real Madrid TV schon Anfang Oktober eine falsche Erzählung vorgeworfen; im Bernabéu protestierten Fans in den vergangenen Spielen mit Transparenten und Sprechchören gegen ihn. Laut Infobae hatte AS am 21.09. berichtet, der Untersuchungsführer des Verbands habe vorgeschlagen, ein früheres verbandsinternes Verfahren gegen Tebas mit Verweis auf die Meinungsfreiheit einzustellen. Real Madrid hat sich zum Schritt des CSD bisher nicht öffentlich geäussert.

22.10.2026, 11:40 Uhr · neuer «No impunity for Negreira»: Neues Transparent im Bernabéu

Beim 4:1 gegen Leipzig zeigten Fans im Bernabéu ein englischsprachiges Transparent zum Fall Negreira. Es folgten Sprechchöre gegen Laporta und Tebas.

Blick in das voll besetzte Bernabéu während eines Champions-League-Spiels von Real Madrid gegen Monaco im Januar 2026

Real-Madrid-Fans haben das Champions-League-Spiel gegen RB Leipzig am 21.10.2026 für einen weiteren Protest im Fall Negreira genutzt. Die Grada Fans in der Südkurve zeigten in der zweiten Halbzeit ein englischsprachiges Transparent mit der Aufschrift «No impunity for Negreira» («Keine Straflosigkeit für Negreira»). Drei Tage zuvor hatte das Stadion beim Ligaspiel gegen Sevilla gegen LaLiga-Präsident Javier Tebas protestiert.

Botschaft an Europa

Laut Defensa Central war das Transparent in blauer und roter Schrift gehalten, mehrere Minuten sichtbar und wurde auch auf den Videowänden und dem 360-Grad-Ring des Stadions gezeigt. Die Wahl der englischen Sprache verstand das Portal als Botschaft an die UEFA. Rund fünf Minuten lang sang ein Teil des Stadions zudem gegen Barcelona-Präsident Joan Laporta, gegen Tebas, gegen Korruption im spanischen Fussballverband und zum Fall Negreira. Der Protest endete etwa zum Zeitpunkt von Arda Gülers Tor zum 2:0. Der Klub habe die Aktion der Fans gutgeheissen, schreibt Defensa Central; eine eigene Stellungnahme von Real Madrid dazu liegt nicht vor.

Hintergrund: Das Dossier bei der UEFA

Im Fall Negreira geht es um Zahlungen des FC Barcelona an José María Enríquez Negreira, den früheren Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterkomitees. Real Madrid hat der UEFA Anfang Oktober umfangreiche Unterlagen übergeben und fordert Massnahmen gegen die Barcelona-Führung, wie Get Spanish Football News/Yahoo in Erinnerung ruft. Barcelona beteuert seine Unschuld. Ein Entscheid der UEFA liegt nicht vor.

Vor dem Clásico

Das Transparent wurde vier Tage vor dem Clásico vom Sonntag, 25.10.2026, im Camp Nou gezeigt. Get Spanish Football News sieht darin einen gezielten Seitenhieb gegen Barcelona vor dem direkten Duell. Reaktionen der UEFA, des FC Barcelona oder von LaLiga auf das Transparent sind nicht bekannt.

19.10.2026, 11:29 Uhr · neuer Bernabéu protestiert mit Transparent und Sprechchören gegen Tebas

Vor dem Spiel gegen Sevilla zeigte die Südkurve ein Transparent gegen Javier Tebas und den Fall Negreira, das Stadion forderte seinen Rücktritt. Es ist die erste Heimpartie seit dem Goebbels-Vergleich.

Blick in das voll besetzte Santiago Bernabéu mit geschlossenem Dach während eines LaLiga-Abendspiels im Februar 2026

Beim ersten Heimspiel nach dem Goebbels-Vergleich von LaLiga-Präsident Javier Tebas haben die Zuschauer im Bernabéu ihren Unmut gezeigt. Vor dem Anpfiff gegen Sevilla am 18.10. hing in der Südkurve laut Defensa Central ein Transparent mit der Aufschrift «No es fútbol, son Tebas y Negreira» (sinngemäss: «Das ist nicht Fussball, das sind Tebas und Negreira»). Zu Beginn der Partie rief das Stadion im Chor nach Tebas‘ Rücktritt.

Was im Stadion geschah

Auch der offizielle Spielbericht von Real Madrid erwähnt den Frust der Zuschauer über Tebas, Barcelona-Präsident Joan Laporta und den Fall Negreira. Goal schreibt unter Berufung auf die Zeitung Sport, das Transparent habe Tebas als «Erben Negreiras» bezeichnet und sei deutlich länger hängen geblieben als Spruchbänder gegen Florentino Pérez in der vergangenen Saison. Auch der Newsletter Pura golosina deportiva erwähnt das Transparent.

Die Vorgeschichte

Tebas hatte die Kommunikation von Real Madrid TV mit den Propagandamethoden von Joseph Goebbels verglichen. Real Madrid nannte die Aussage in einer Mitteilung zutiefst beleidigend und forderte seinen Rücktritt als LaLiga-Präsident und Vizepräsident des Verbands. Laut Defensa Central hat der Präsident des staatlichen Sportrats CSD, José Manuel Rodríguez Uribes, den Vergleich als inakzeptabel bezeichnet, Tebas zu einer Entschuldigung aufgefordert und seine Rechtsabteilung prüfen lassen, ob ein Disziplinarverfahren möglich ist. Barcelona-Präsident Laporta stellte sich hinter Tebas, der seine Worte nicht zurückgenommen hat.

Fall Negreira

Im Fall Negreira geht es um Zahlungen des FC Barcelona von rund EUR 8,4 Mio. an den früheren Vizepräsidenten des Schiedsrichterkomitees, José María Enríquez Negreira. Real Madrid ist laut Defensa Central der einzige spanische Klub, der sich dem Strafverfahren als Privatkläger angeschlossen hat, also als Geschädigter mit eigenen Antragsrechten. Der Klub hat das Thema zudem bei der UEFA eingebracht.

Reaktionen

Tebas und LaLiga haben sich zu den Protesten im Bernabéu nicht geäussert. Auf dem Platz gewann Real Madrid die Partie 4:1 und liegt sechs Punkte hinter Barcelona, gegen das am 25.10. der Clásico ansteht.

17.10.2026, 11:29 Uhr · neuer Tebas vergleicht Real Madrid mit Goebbels – der Klub fordert seinen Rücktritt

LaLiga-Präsident Javier Tebas hat die Kommunikation von Real Madrid mit Goebbels' Propagandamethoden verglichen. Der Klub verlangt seinen sofortigen Rücktritt, Mourinho spricht von Grenzen.

Javier Tebas, Präsident von LaLiga, spricht 2019 auf einer Bühne am Web Summit in Lissabon

Der Streit zwischen Real Madrid und LaLiga-Präsident Javier Tebas hat am 16.10.2026 eine neue Stufe erreicht. Tebas verglich in einem Beitrag in den sozialen Netzwerken das Vorgehen der Klubführung und von Real Madrid TV mit Propagandamethoden, wie sie Joseph Goebbels, der Propagandaminister des nationalsozialistischen Deutschlands, eingesetzt habe. Real Madrid reagierte noch am selben Tag mit einer offiziellen Mitteilung und verlangt, dass Tebas sofort als Präsident von LaLiga und als Vizepräsident des spanischen Verbands RFEF zurücktritt. Bereits Anfang Oktober hatte Tebas Real Madrid TV im Zusammenhang mit dem Fall Negreira eine falsche Darstellung vorgeworfen.

Was Tebas geschrieben hat

Laut der Nachrichtenagentur EFE, deren Meldung Yahoo Noticias wiedergibt, warf Tebas dem Klub vor, stets nach demselben Muster vorzugehen und nur die Spielszenen auszuwählen, die ihm passten. Diese Methode erinnere an Mechanismen der Propaganda, die Goebbels genutzt habe. Im selben Beitrag präzisierte er, der Vergleich gelte den Propagandatechniken, nicht einer Ideologie und nicht den Anhängern von Real Madrid. Laut Fox Sports bezeichnete Tebas die Klubführung zudem als Orchester, dessen wichtigstes Sprachrohr der Klubsender sei. Anlass waren laut EFE Berichte eines Onlinemediums über die kritische Haltung des Klubs gegenüber LaLiga, dem Schiedsrichterwesen und dem Verband.

Die Mitteilung von Real Madrid

In der Mitteilung auf realmadrid.com bezeichnet der Klub den Vergleich als absolut unerträglich und äusserst schwerwiegend. Die nachgeschobene Klarstellung ändere nichts: Laut der von EFE zitierten Passage nennt Real Madrid Tebas‘ Aussagen zutiefst beleidigend, moralisch verwerflich und seines Amtes unwürdig. Der Klub wirft Tebas fehlende Neutralität vor, die mit seinen Funktionen unvereinbar sei, und kritisiert, dass er Fragen und Meinungen von Journalisten für Angriffe auf Real Madrid nutze.

Die Mitteilung enthält drei Forderungen: den sofortigen Rücktritt von Tebas aus beiden Ämtern, vollständige Aufklärung durch die UEFA über die Zahlungen des FC Barcelona an den früheren Vizepräsidenten des Schiedsrichterkomitees sowie eine umfassende Erneuerung des Schiedsrichtersystems und der Strukturen des Verbands für Führung, Aufsicht und Disziplin. Verantwortliche aus jener Zeit sollen laut Klub ersetzt werden.

Hintergrund: der Fall Negreira

Im Fall Negreira geht es um Zahlungen des FC Barcelona an José María Enríquez Negreira, den früheren Vizepräsidenten des Comité Técnico de Árbitros, also des technischen Schiedsrichterkomitees des Verbands. Laut Euronews belaufen sich die Zahlungen zwischen 1993 und 2018 auf € 8,4 Mio.; der Fall wurde 2023 öffentlich. Real Madrid hat sich in der Sache an die UEFA gewandt. Tebas deutet laut Euronews an, der Klub gehe gegen Barcelona vor, weil sich dieser von der Superliga distanziert habe. Er hält Real Madrid zudem vor, seit Jahren seinen Rücktritt zu verlangen und ihn über Real Madrid TV anzugreifen.

Mourinho: «Es gibt Grenzen»

Trainer José Mourinho wurde am 17.10. an der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Sevilla auf Tebas angesprochen. Er wollte das Thema nicht vertiefen, sagte aber, es gebe Grenzen. Laut Fichajes.net meinte er, solche Worte seien «nur entschuldbar, wenn es ein klinischer Fall ist» (übersetzt aus dem Spanischen). Laut dem Bericht von realmadrid.com äusserte Mourinho den Wunsch, die Debatte nicht ins Ausland zu tragen, um dem Ansehen des spanischen Fussballs nicht zu schaden. Die Anhänger verstünden immer besser, womit der Klub konfrontiert sei.

Was offen ist

Eine Reaktion von LaLiga oder der RFEF auf die Rücktrittsforderung lag in den abgerufenen Berichten bis zum Morgen des 17.10. nicht vor; auch eine Entschuldigung von Tebas ist nicht dokumentiert. elDiario.es und Vozpópuli berichten übereinstimmend über Tweet und Mitteilung. Sportlich steht für Real Madrid am 18.10. um 21:00 Uhr das Heimspiel gegen Sevilla an, am 25.10. folgt der Clásico in Barcelona.

11.10.2026, 11:22 Uhr · neuer Laporta: Real Madrid verliere an Ansehen, Barça rechne mit Freispruch

Barcelona-Präsident Joan Laporta hat Real Madrid am 10.10. in Sitges Arroganz vorgeworfen. Im Fall Negreira rechne er mit einem Freispruch, Real Madrid müsse seine Haltung korrigieren.

Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, hat sich am 10.10. erneut zu Real Madrid und zum Fall Negreira geäussert. Anlass war eine Ehrung in Sitges, bei der eine Gedenkplatte mit seinem Namen enthüllt wurde. Real Madrid hatte im Fall um die Zahlungen des FC Barcelona an den früheren Schiedsrichter-Funktionär José María Enríquez Negreira unter anderem Unterlagen an die UEFA geschickt.

Laut der Agentur EFE sagte Laporta, Real Madrid verliere national wie international an Prestige, Anerkennung und Glaubwürdigkeit; er warf der Klubführung eine überhebliche und arrogante Haltung vor und verlangte Selbstkritik. Als Beispiele nannte er, dass Real Madrid bei den jüngsten Euroleague-Spielen und an der Generalversammlung der European Football Clubs (EFC) nicht vertreten gewesen sei.

Zum Fall Negreira sagte Laporta laut Tribuna und Bernabéu Digital, man habe den FC Barcelona verurteilen wollen, bevor ein Gericht entschieden habe. Er rechne mit einem Freispruch; Real Madrid werde seine Position korrigieren müssen. Real Madrid hat sich dazu bisher nicht geäussert.

07.10.2026, 11:17 Uhr · neuer Fall Negreira: Tebas wirft Real Madrid TV eine falsche Erzählung vor

LaLiga-Präsident Javier Tebas hat in Vigo Real Madrid TV kritisiert. Die Behauptung, Negreira beeinflusse das spanische Schiedsrichterwesen bis heute, sei falsch.

LaLiga-Präsident Javier Tebas hat am 06.10. an den Jornadas Nacionales de Periodismo y Deporte (Tagung zu Sportjournalismus) in Vigo den Klubsender Real Madrid TV angegriffen. Dieser verbreite die Darstellung, José María Enríquez Negreira, früherer Vizepräsident der Schiedsrichterkommission, wirke bis heute auf die spanischen Schiedsrichter ein. Das nannte Tebas laut AG Deportes eine «Ungeheuerlichkeit» (übersetzt aus dem Spanischen).

Laut Goal/Yahoo Sports unterschied Tebas zwischen der Aufarbeitung von Vorgängen, die Jahre zurückliegen, und der Behauptung eines bis heute andauernden Einflusses. Die Zahlungen des FC Barcelona an Negreira bezeichnete er als äusserst schwerwiegend; zuerst müsse aber die spanische Justiz ihre Untersuchung abschliessen. LaLiga habe der UEFA sechs Tage nach Bekanntwerden des Falls im Februar 2023 Informationen übermittelt.

Laut AG Deportes bezeichnete Tebas Real Madrid als den aufmüpfigsten Klub Spaniens und begründete das mit den grundsätzlichen Differenzen mit Präsident Florentino Pérez. Eine Reaktion von Real Madrid lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor.

05.10.2026, 11:17 Uhr · neuer Bericht: Real Madrid rechnet laut SER mit Sanktionen gegen Barça

Laut Cadena-SER-Reporter Javier Herráez erwartet Real Madrid im Fall Negreira eine finanzielle und sportliche Strafe für Barcelona. Ein UEFA-Entscheid liegt nicht vor.

Real Madrid geht laut Javier Herráez von Cadena SER («El Larguero») davon aus, dass der FC Barcelona im Fall Negreira finanziell und sportlich bestraft wird. Das berichtet Defensa Central. Laut Herráez hat der Klub über 18 Monate Unterlagen zu den Zahlungen an den früheren Vizepräsidenten der Schiedsrichterkommission zusammengetragen. Zuletzt hatte AS gemeldet, ein Entscheid der UEFA sei nicht vor Mitte 2027 zu erwarten.

Eine Sanktion gibt es bisher nicht. Das Verfahren aus dem Jahr 2023 ist offen, Barcelona ist für die europäischen Wettbewerbe weiter zugelassen und erklärt die Zahlungen mit technischer Beratung. Real Madrid hat sich zu Herráez‘ Darstellung nicht geäussert; die Einschätzung gibt die Erwartung des Klubs wieder, nicht einen Verfahrensstand.

02.10.2026, 11:14 Uhr Fall Negreira: UEFA prüft Real Madrids Dossier, Barça sieht nichts Neues

Die UEFA bestätigt, umfangreiche Unterlagen von Real Madrid zum Fall Negreira erhalten zu haben. Real fordert eine rasche Untersuchung, der FC Barcelona betont, das Verfahren laufe seit 2023.

Die UEFA hat am 01.10.2026 bestätigt, von Real Madrid eine umfangreiche Menge an Dokumenten zur laufenden Untersuchung gegen den FC Barcelona erhalten zu haben. Die Ethik- und Disziplinarinspektoren der UEFA – die Ermittlungsinstanz des Verbands, die Fälle für das Disziplinarorgan vorbereitet – werten das Material im Rahmen ihrer bestehenden Prüfung aus. Barcelona erhält laut El Debate Gelegenheit, Stellung zu nehmen.

Im Kern geht es um Zahlungen Barcelonas zwischen 2001 und 2018 an José María Enríquez Negreira, den früheren Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterkomitees (CTA). Laut der Agentur EFE beliefen sie sich auf mehr als 7 Millionen Euro; Barcelona stellt sie als Bezahlung für technische Beratung dar. Mehrere Medien, darunter La Tercera, beziffern Real Madrids Dossier auf rund 50’000 Seiten.

Real Madrid reagierte am selben Tag mit einer offiziellen Mitteilung. Der Klub spricht darin von Vorgängen, die die Integrität des Wettbewerbs und das Vertrauen in das Schiedsrichterwesen direkt beträfen, und verlangt, dass die Untersuchung mit «grösster Eile» (übersetzt aus dem Spanischen) bis zum Abschluss geführt wird, wie realmadrid.com festhält. Man werde weiter aktiv mit der UEFA zusammenarbeiten.

Der FC Barcelona widersprach der Darstellung, der Fall sei wieder aufgerollt worden. Die UEFA habe kein neues Verfahren eröffnet; die Untersuchung laufe seit 2023 und sei laut Barça-Mitteilung «nie geschlossen worden» (übersetzt aus dem Spanischen), berichtet EFE via ABC Noticias. Der Klub habe alle Anfragen der UEFA erfüllt. Ein Zeitplan oder mögliche Sanktionen nannte die UEFA nicht.

Parallel läuft der Streit zwischen Barcelona und Florentino Pérez wegen dessen Aussagen zum Fall: Der Schlichtungstermin vor einem Madrider Gericht ist auf den 25.11.2026 angesetzt, wie Libertad Digital erneut festhält.

29.09.2026, 22:31 Uhr Barça gegen Florentino Pérez: Schlichtungstermin am 25. November

Der FC Barcelona geht wegen Pérez' Aussagen zum Fall Negreira gegen den Real-Präsidenten vor. Am 25.11. treffen sich beide Seiten vor einem Madrider Gericht – ein Vorverfahren, noch kein Strafprozess.

Das Gericht erster Instanz Nr. 2 in Madrid hat einen Termin festgelegt: Am 25.11.2026 um 09:40 Uhr treffen der FC Barcelona und Real-Präsident Florentino Pérez zu einem sogenannten Schlichtungstermin (acto de conciliación) aufeinander. Nach spanischem Recht ist dieser Schritt vorgeschrieben, bevor jemand wegen Verleumdung (calumnias) Strafklage erhebt: Zuerst wird versucht, die Sache ohne Strafverfahren zu erledigen.

Auslöser sind Aussagen von Pérez vom 12.05. an einer Medienkonferenz und in einem Interview am Tag danach. Darin griff er Barça wegen der Zahlungen an José María Enríquez Negreira an, den früheren Vizepräsidenten des Schiedsrichterkomitees, und stellte Barças Titel aus dieser Zeit in Frage. Barça reichte am 12.06. das Schlichtungsbegehren ein.

Barça verlangt, dass Pérez seine Aussagen als unzutreffend anerkennt. Andernfalls soll er die Schiedsrichter benennen, die er laut Iusport als «Negreira Boys» bezeichnet hatte, und konkrete Spiele nennen. Barça hält daran fest, dass die Zahlungen von über 7 Mio. Euro zwischen 2001 und 2018 für Schiedsrichter-Analysen und Beratung geleistet wurden. Pérez hat seine Kritik öffentlich bisher nicht zurückgenommen.

Pérez muss nicht persönlich erscheinen, eine Vertretung durch Anwälte genügt. Bleibt er fern, gilt der Schlichtungsversuch als unternommen und Barça kann die Strafklage einreichen; bleibt Barça fern, wird das Verfahren eingestellt.

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