Dani Carvajal hat sich in einem Interview mit der Zeitung AS ausführlich zu seinem Abschied von Real Madrid geäussert. Der Rechtsverteidiger, der im Sommer nach 13 Jahren in der ersten Mannschaft gegangen war und inzwischen beim FC Getafe spielt, spricht darin über seine schönsten Momente, den Clásico, frühere Trainer und eine mögliche Rückkehr. Die Aussagen griffen am 27. und 28.10.2026 unter anderem Managing Madrid, Madrid Universal und Bernabéu Digital auf.
Der Abschied
Seinen Abschied beschreibt Carvajal als eines der schönsten Erlebnisse seines Lebens. Laut Managing Madrid sagte er: «Ich hatte einen unglaublichen Abschied bei Real Madrid» (übersetzt aus dem Englischen). Die Dankbarkeit und Zuneigung der Fans bedeuteten ihm mehr als die Titel. Zu seinen schönsten Momenten zählt er seine Vorstellung, den Gewinn der zehnten Champions League, «La Décima», und eben den Abschied.
Neuer Alltag in Getafe
An sein neues Leben habe er sich noch nicht ganz gewöhnt, erzählt Carvajal laut Bernabéu Digital. Manchmal fahre er nach dem Schulweg mit den Kindern beinahe aus Gewohnheit Richtung Valdebebas. Getafe sei eine neue Herausforderung, auf die er sich freue. Carvajal hatte im Oktober einen Vertrag bis Juni 2027 unterschrieben und gab beim 1:1 gegen Rayo Vallecano sein Debüt. Zu Sergio Ramos sagte er laut Managing Madrid, ein Wechsel zu Getafe sei schwierig, weil der Klub bereits viele Innenverteidiger habe; Ramos halte sich aber fit.
Der Clásico und Valverde
Den Clásico im Camp Nou verfolgte Carvajal nach eigenen Angaben im Real-Madrid-Trikot, nervös wie ein Fan. Er lobte die Willensstärke der Mannschaft. Federico Valverde, der unter José Mourinho auf Carvajals früherer Position rechts hinten spielt, beschreibt er als vielseitig, schnell und kraftvoll. Kylian Mbappé zählt er zu den stärksten Spielern, die er je gesehen habe; Cristiano Ronaldo traut er zu, 1’000 Tore zu erreichen, und hebt dessen Disziplin hervor.
Ancelotti und die Champions-League-Nächte
Seinen erfolgreichsten Trainer Carlo Ancelotti nennt Carvajal fast einen zweiten Vater; in dessen zweiter Amtszeit war er einer der Kapitäne. Am meisten vermisse er die grossen Champions-League-Abende im Bernabéu, besonders den Moment, wenn die Nachspielzeit angezeigt wird. Dafür würde er laut Bernabéu Digital viel Geld bezahlen, um so etwas noch einmal zu erleben.
Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen
Ein Comeback bei Real Madrid in anderer Funktion schliesst Carvajal laut Madrid Universal nicht aus. Am liebsten würde er auf dem Platz arbeiten, etwa als Trainer im Nachwuchs. Über seine schwere Knieverletzung von 2024 sagt er laut Managing Madrid, er bereue seine Spielweise nicht; die Zeit danach habe ihn mental stärker gemacht.

