Real Madrid · 29.10.2026

Carvajal bei El Larguero: Er wollte Rodri zu Real Madrid holen

Dani Carvajal hat im Radio erzählt, dass er Rodri im Sommer von einem Wechsel zu Real Madrid überzeugen wollte. Kabinenstreits hält er für normal, die schnelle Weitergabe an die Presse nicht.

Titelgrafik: Klub – Dani Carvajal

Nach seinem Interview mit AS hat sich Dani Carvajal auch im Radio ausführlich zu Real Madrid geäussert. In der Sendung «El Larguero» von Cadena SER sprach er am Dienstagabend, 27.10.2026, mit Moderator Manu Carreño über Rodri, Vinícius Júnior und die Stimmung in der Kabine, wie Sports Illustrated (spanische Ausgabe) und Goal berichten. Carvajal spielt inzwischen für Getafe. Bisheriger Stand: Im AS-Interview hatte er seinen Abschied als «unglaublich» bezeichnet und eine Rückkehr als Trainer nicht ausgeschlossen.

Der Versuch mit Rodri

Carvajal bestätigte, dass er mit Rodri über einen Wechsel nach Madrid gesprochen hat. Der Mittelfeldspieler habe ihm Fragen gestellt, und er habe versucht, ihn zu überzeugen. Laut Goal (Indien) sagte er: «Ich habe mit ihm gesprochen und versucht, ihn zu überzeugen» (übersetzt aus dem Englischen). Er vermute, dass auf der anderen Seite ebenfalls Leute auf Rodri eingewirkt hätten, und respektiere dessen Gründe für Barcelona. Jeder Klub würde einen Spieler wie ihn verpflichten wollen. Auch Madrid Universal gibt diese Aussagen wieder. Die Darstellung, Real Madrid habe ernsthaft mit Rodri verhandelt, stammt laut Goal von der Redaktion, nicht von Carvajal.

Ratschlag für Vinícius

Über Vinícius sagte Carvajal laut Goal, der Brasilianer erlebe eine schwierige Phase, gerade nach seiner jüngsten Roten Karte. Er müsse ruhig bleiben, weil er eben erst verlängert habe. Carvajal ist überzeugt, dass Vinícius zu seiner Bestform zurückfindet, weil er schon schwierigere Situationen gemeistert habe. Über Wechselangebote habe er mit ihm nicht im Detail gesprochen; an Angeboten habe es Vinícius aber wohl nicht gefehlt.

Kabinenstreit und Indiskretion

Den Streit zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni aus der vergangenen Saison spielte Carvajal herunter. Solche Auseinandersetzungen habe es bei Real Madrid schon mehrfach gegeben, ohne dass daraus eine dauerhafte Spaltung entstanden sei, gibt Goal wieder. Gestört habe ihn etwas anderes: Laut Goal kritisierte er, dass der Vorfall schon nach einer halben Stunde in der Presse gestanden habe. Die Kabine sei ein Raum des Vertrauens, betont er laut Sports Illustrated.

Abschied und Arbeloa

Zu seinem Abgang sagte Carvajal laut Sports Illustrated, er habe jede Aufstellungsentscheidung von Álvaro Arbeloa respektiert; einen Konflikt mit dem damaligen Trainer habe es nicht gegeben. Warum seine Rolle öffentlich wenig gewürdigt worden sei, müsse der Trainer selbst erklären. Nach seiner Rückkehr von einer schweren Verletzung im Februar habe er immer weniger gespielt. Nach dem Aus in der Champions League und ohne realistische Titelchancen in LaLiga hätten dann die Gespräche über den Abschied begonnen. Als Kapitän in einer Saison ohne Titel sei der Umgang mit Kabine und Gerüchten nicht leicht gewesen, zitiert ihn Goal sinngemäss.

Einordnung

Carvajal beendete im Sommer nach 13 Jahren im Profiteam seine Zeit bei Real Madrid. Weder der Klub noch Rodri oder Vinícius haben sich zu den Aussagen geäussert.

Bisherige Entwicklung

28.10.2026, 11:27 Uhr Carvajal im AS-Interview: Abschied von Real Madrid war «unglaublich»

Dani Carvajal hat in einem Interview mit AS erstmals ausführlich über seine Zeit bei Real Madrid gesprochen. Er schliesst eine Rückkehr in den Klub nicht aus, am liebsten als Trainer.

Titelgrafik: Klub – Dani Carvajal

Dani Carvajal hat sich in einem Interview mit der Zeitung AS ausführlich zu seinem Abschied von Real Madrid geäussert. Der Rechtsverteidiger, der im Sommer nach 13 Jahren in der ersten Mannschaft gegangen war und inzwischen beim FC Getafe spielt, spricht darin über seine schönsten Momente, den Clásico, frühere Trainer und eine mögliche Rückkehr. Die Aussagen griffen am 27. und 28.10.2026 unter anderem Managing Madrid, Madrid Universal und Bernabéu Digital auf.

Der Abschied

Seinen Abschied beschreibt Carvajal als eines der schönsten Erlebnisse seines Lebens. Laut Managing Madrid sagte er: «Ich hatte einen unglaublichen Abschied bei Real Madrid» (übersetzt aus dem Englischen). Die Dankbarkeit und Zuneigung der Fans bedeuteten ihm mehr als die Titel. Zu seinen schönsten Momenten zählt er seine Vorstellung, den Gewinn der zehnten Champions League, «La Décima», und eben den Abschied.

Neuer Alltag in Getafe

An sein neues Leben habe er sich noch nicht ganz gewöhnt, erzählt Carvajal laut Bernabéu Digital. Manchmal fahre er nach dem Schulweg mit den Kindern beinahe aus Gewohnheit Richtung Valdebebas. Getafe sei eine neue Herausforderung, auf die er sich freue. Carvajal hatte im Oktober einen Vertrag bis Juni 2027 unterschrieben und gab beim 1:1 gegen Rayo Vallecano sein Debüt. Zu Sergio Ramos sagte er laut Managing Madrid, ein Wechsel zu Getafe sei schwierig, weil der Klub bereits viele Innenverteidiger habe; Ramos halte sich aber fit.

Der Clásico und Valverde

Den Clásico im Camp Nou verfolgte Carvajal nach eigenen Angaben im Real-Madrid-Trikot, nervös wie ein Fan. Er lobte die Willensstärke der Mannschaft. Federico Valverde, der unter José Mourinho auf Carvajals früherer Position rechts hinten spielt, beschreibt er als vielseitig, schnell und kraftvoll. Kylian Mbappé zählt er zu den stärksten Spielern, die er je gesehen habe; Cristiano Ronaldo traut er zu, 1’000 Tore zu erreichen, und hebt dessen Disziplin hervor.

Ancelotti und die Champions-League-Nächte

Seinen erfolgreichsten Trainer Carlo Ancelotti nennt Carvajal fast einen zweiten Vater; in dessen zweiter Amtszeit war er einer der Kapitäne. Am meisten vermisse er die grossen Champions-League-Abende im Bernabéu, besonders den Moment, wenn die Nachspielzeit angezeigt wird. Dafür würde er laut Bernabéu Digital viel Geld bezahlen, um so etwas noch einmal zu erleben.

Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen

Ein Comeback bei Real Madrid in anderer Funktion schliesst Carvajal laut Madrid Universal nicht aus. Am liebsten würde er auf dem Platz arbeiten, etwa als Trainer im Nachwuchs. Über seine schwere Knieverletzung von 2024 sagt er laut Managing Madrid, er bereue seine Spielweise nicht; die Zeit danach habe ihn mental stärker gemacht.

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