Zu diesem Thema gibt es neuere Meldungen: Güler-Szene: Sevilla reicht förmliche Beschwerde gegen LaLigas TV-Regie ein

Real Madrid · 20.10.2026

Güler-Szene: LaLiga und Schiedsrichterkomitee erklären fehlende Bilder

Laut LaLiga-Produktionschef Sergio Carranza gab es von Gülers Armeinsatz gegen Peque keine nahe Einstellung, weil der Ball weit weg war. Das Schiedsrichterkomitee sah deshalb keinen Beleg für eine Tätlichkeit.

Titelgrafik: Spielbericht – Güler-Szene

Im Streit um die Szene zwischen Arda Güler und Peque beim 4:1 gegen Sevilla haben sich am Montag, 19.10., sowohl das Technische Schiedsrichterkomitee (CTA) als auch der TV-Produzent der Liga erklärt. Kernaussage beider Seiten: Es gibt keine Einstellung, auf der zu sehen ist, wo und womit Güler seinen Gegenspieler in der 22. Minute getroffen hat. Deshalb habe der VAR keine Überprüfung empfohlen. Der Streit dreht sich seither weniger um Güler als um die Bildregie von LaLiga.

Das Schiedsrichterkomitee: «keine Evidenz»

Erste Erklärungen kamen laut Defensa Central schon am Sonntagabend von nicht namentlich genannten CTA-Quellen, die der Reporter Héctor González im «Carrusel Deportivo» von Cadena SER wiedergab. Demnach hat der Video-Schiedsrichter Zugriff auf dieselben Kameras wie die TV-Produktion und keine eigenen. Er habe alle Einstellungen geprüft, die Szene sei aber auf keiner scharf zu sehen gewesen. Laut El Debate lautete die Begründung sinngemäss, wenn der VAR nicht eingreife, gebe es keine eindeutige und unbestreitbare Evidenz für eine Tätlichkeit. Eine offizielle schriftliche Stellungnahme des CTA gibt es nicht.

Der Produzent: «Kein Ball in der Nähe»

Am Montag äusserte sich laut Orgullo Biri auch Sergio Carranza, bei LaLiga verantwortlich für die redaktionelle Bildregie. Man habe im Moment der Szene entschieden, keine Wiederholung zu zeigen, sagte er, und wies den Verdacht zurück, Bilder seien zurückgehalten worden. Es gebe nicht für jeden Spieler eine eigene Kamera; entscheidend sei gewesen, dass der Ball rund 30 Meter entfernt war. Die meisten Kameras im Bernabéu folgen dem Ball, die Szene selbst wurde nur von weiten und taktischen Einstellungen erfasst. Laut beIN Sports zeigten nur drei Kameras den Vorfall: eine hinter dem Tor, die Seilkamera über dem Feld und eine Abseitskamera. Unter Berufung auf LaLiga-Quellen, die Marca zitiert, habe die Produktionsfirma Global Futbol Production dem VAR dasselbe Signal geliefert wie den Sendern, ein Fehler in der Produktion sei nicht passiert.

Wie viele Kameras? Drei Angaben

Zur Zahl der Kameras im Stadion gibt es unterschiedliche Angaben. beIN Sports schreibt, keine der 23 Kameras habe ein schlüssiges Bild geliefert. Orgullo Biri spricht von rund 25 bis 26 Kameras im Bernabéu. Der frühere Schiedsrichter Eduardo Iturralde González sagte laut Sport Aragón bei Cadena SER, ein Stadion der höchsten Kategorie verfüge über 32 Kameras, und nannte die Lage für eine Liga, die sich als beste der Welt bezeichne, «erbärmlich» (übersetzt aus dem Spanischen). Laut El Debate ordnete COPE-Moderator Juanma Castaño ein, das Bild werde von der Liga produziert, und niemand könne in die Regie eines Spiels eingreifen.

Sevilla bleibt bei seiner Sicht

Sevilla, das nach dem Spiel Rot für Güler gefordert hatte, reagierte in den sozialen Netzwerken ironisch: Laut Sport Aragón kündigte der Klub mit einem Popcorn-Emoji an, man freue sich auf «Tiempo de revisión», die Sendung, in der das CTA strittige Szenen erklärt. Ob die Güler-Szene dort behandelt wird, ist offen. Verteidiger Juan Iglesias sprach laut El Debate von einer Aktion, die ihm wie eine «Aggression» erschienen sei (übersetzt aus dem Spanischen). Dieselbe Zeitung wirft Sevilla doppelte Massstäbe vor: Als Rodri beim 1:3 gegen Barcelona im Sánchez-Pizjuán Robbie Ure mit dem Ellbogen getroffen habe, hätten Klub, Trainer und Spieler geschwiegen.

Mourinho wartet weiter auf ein Bild

José Mourinho hatte nach dem Spiel gesagt, er habe die Szene bei seinen Analysten und beim Fernsehen gesucht und kein Bild gefunden, das den Vorwurf belege. Laut Football España will er sich äussern, sollte ihm bis zur nächsten Liga-Pressekonferenz am Samstag ein eindeutiges Bild gezeigt werden. Ein Disziplinarverfahren gegen Güler ist bis heute nicht bekannt. Real Madrid spielt am Mittwoch, 21.10., um 21:00 Uhr in der Champions League gegen RB Leipzig und am Sonntag, 25.10., in Barcelona.

Alle Meldungen zu diesem Thema

21.10.2026, 11:30 Uhr · neuer Güler-Szene: Sevilla reicht förmliche Beschwerde gegen LaLigas TV-Regie ein

Sevilla verlangt von LaLiga die Originalaufnahmen von vier Szenen aus dem 1:4 im Bernabéu und wirft der Regie ungleiche Behandlung vor. Ein Treffen mit dem Schiedsrichterkomitee brachte keine Einigung.

Titelgrafik: Rechtliches – Sevilla gegen LaLiga

Der FC Sevilla hat nach dem 1:4 im Bernabéu eine förmliche Beschwerde beim Departamento de Competiciones von LaLiga eingereicht, also der Abteilung, die den Spielbetrieb organisiert. Unterzeichnet hat sie Präsident José María del Nido Carrasco. Im Zentrum steht die TV-Produktion des Spiels vom Sonntag: Sevilla wirft LaLiga vor, umstrittene Szenen zu Ungunsten der Gäste unzureichend gezeigt zu haben. Zuvor hatte LaLiga-Produktionschef Sergio Carranza erklärt, warum es von Gülers Armeinsatz gegen Peque keine nahe Einstellung gab.

Vier Szenen im Fokus

Laut The Objective nennt Sevilla vier Situationen. Erstens ein mögliches Foul von Marc Cucurella an Peque im Strafraum, zu dem es zu wenige Wiederholungen gegeben habe. Zweitens Arda Gülers Ellbogen gegen Peque, der nur in der Weitwinkelaufnahme und ohne Vergrösserung zu sehen gewesen sei. Drittens ein Zusammenprall zwischen Ibrahima Konaté und Robbie Ure vor dem zweiten Madrider Tor. Viertens, als Gegenbeispiel, der Elfmeter für Real Madrid an Kylian Mbappé, der aus mehreren Blickwinkeln wiederholt worden sei.

Daraus leitet Sevilla eine ungleiche Behandlung ab. Der Klub kritisiert zudem, dass die strittigen Szenen in der offiziellen Zusammenfassung fehlten, obwohl Aufnahmen der Sender Movistar Plus+ und DAZN existierten. Die von LaLiga dargelegten Regiekriterien lehnt Sevilla ab.

Die Forderungen

Sevilla verlangt eine ausführliche, dokumentierte Antwort zum Produktionsplan: welche Kameras wo standen, welche toten Winkel es gab und wer verantwortlich war. Gefordert werden ausserdem die vollständigen Originalaufnahmen der vier Szenen, deren Sicherung sowie die Regiehandbücher. beIN Sports berichtet, Sevilla wolle das Material auch deshalb gesichert wissen, weil rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen seien. Zudem fordert der Klub eine Untersuchung samt Klärung der Verantwortlichkeiten und die Garantie, dass alle Klubs unabhängig von Stadion und Gegner gleich behandelt werden.

Treffen mit dem Schiedsrichterkomitee

Am Dienstag traf sich del Nido Carrasco mit Vertretern des Comité Técnico de Árbitros (CTA), dem Gremium, das die Schiedsrichter in Spanien führt. Laut beIN Sports verlief das Gespräch respektvoll, eine Einigung über die Bewertung der Szenen gab es aber nicht. Sevilla selbst sprach laut The Objective von klar abweichenden Standpunkten. Das CTA blieb bei seiner Linie, dass es für einen VAR-Eingriff bei Güler keine ausreichend klaren Bilder gegeben habe. Genau diesen Bildmangel will Sevilla untersucht haben.

Reaktion aus Madrid

Konaté sagte an der Pressekonferenz vor dem Leipzig-Spiel, er habe die Diskussionen nicht verfolgt; der Zusammenstoss mit Ure sei für ihn offensichtlich kein Foul gewesen. Real Madrid TV kritisierte am Montag, dass in den Medien über Gülers Szene diskutiert werde, und verwies darauf, dass Peque Güler zuvor mehrfach festgehalten habe. Eine Stellungnahme von LaLiga zur Beschwerde enthalten die abgerufenen Berichte nicht.

Was folgt

Die Beschwerde richtet sich formell an LaLiga und deren TV-Produktion. Wie LaLiga darauf antwortet, ist offen. Real Madrid spielt am Mittwoch in der Champions League gegen Leipzig und am Sonntag im Clásico beim FC Barcelona.

19.10.2026, 11:29 Uhr Güler-Szene: Sevilla-Trainer bringt VAR-Verzicht mit dem Clásico in Verbindung

Sevilla fordert nach dem 1:4 nachträglich Rot für Arda Güler wegen eines Ellbogens gegen Peque. Trainer García Plaza deutet ein Motiv rund um den Clásico an, Mourinho sieht keine Beweise.

Titelgrafik: Spielbericht – Güler und Peque

Beim 4:1 von Real Madrid gegen Sevilla am 18.10. hat eine Szene aus der 22. Minute den Abend aus Sicht der Gäste geprägt: Peque ging nach einem Armeinsatz von Arda Güler zu Boden, Schiedsrichter Mateo Busquets Ferrer liess weiterspielen, und der VAR empfahl keine Überprüfung am Bildschirm. Acht Minuten später erzielte Güler das 1:0. Sevillas Trainer Luis García Plaza verlangte nach dem Spiel, Güler hätte vom Platz gestellt werden müssen, und stellte einen Zusammenhang mit dem Clásico am kommenden Sonntag her.

Die Szene

Laut Defensa Central versuchte Peque, einen Konter von Real Madrid zu unterbinden, und hielt Güler am Trikot. Der Türke drehte sich mit dem Arm aus dem Griff, Peque fiel. Die Sevilla-Spieler protestierten, Busquets Ferrer gab weder Foul noch Karte. Der VAR sah sich die Szene an, rief den Schiedsrichter aber nicht an den Monitor. Die TV-Bilder zeigten laut Defensa Central weder klar den Treffpunkt noch die Intensität des Kontakts; auch Goal schreibt, trotz vieler Kameras habe keine Einstellung den Ellbogen eindeutig gezeigt.

Sevilla: «VAR zu 100 Prozent»

Schon zur Pause sprach Innenverteidiger Kike Salas bei Movistar von einer klaren Roten Karte. Er räumte ein, die Szene selbst noch nicht genau gesehen zu haben, und berief sich auf Peque: Dieser habe ihm gesagt, er sei mit dem Ellbogen getroffen worden, und er vertraue ihm. Nach dem Spiel legte García Plaza nach. Er übernahm die Schlagzeile der Sevilla-Website «Codazo y se acabó» (sinngemäss: «Ellbogen, und das war’s») und bezeichnete die Szene laut VAVEL als «zu 100 Prozent sehr klar für den VAR» (übersetzt aus dem Spanischen).

Die Frage, warum der VAR nicht eingegriffen habe, beantwortete er laut beIN Sports mit einer Andeutung: Vielleicht, damit Real Madrid nicht mit neun Punkten Rückstand in den Clásico gehe. Belege nannte er keine. Bei einem Sieg Sevillas wäre der Abstand zu Leader Barcelona auf neun Punkte angewachsen; so sind es sechs. García Plaza räumte zugleich ein, Real Madrid sei bei elf gegen elf überlegen gewesen und sein Team nach dem 0:1 eingebrochen. Er behaupte nicht, dass Sevilla mit einem Mann mehr gewonnen hätte, man sei aber um ein Spiel elf gegen zehn gebracht worden. Zudem sah er vor dem 2:0 ein Foul an Robbie Ure.

Mourinho: «Kein einziges Bild»

José Mourinho erklärte, er habe die Szene während des Spiels mit seinem Assistenten auf dem Tablet gesucht und nichts gefunden. Laut Yahoo Sports sagte er, niemand habe ihm zeigen können, was angeblich passiert sei. Er habe Analysten und TV-Leute gefragt. Werde ihm bis zur Pressekonferenz am Samstag ein klares Bild gezeigt, werde er sich dazu äussern und auch eine Entscheidung zugunsten von Real Madrid öffentlich einräumen. Angst, Güler für den Clásico zu verlieren, habe er nicht gehabt, sagte er laut Defensa Central. Zu den übrigen Klagen von García Plaza wollte er sich nicht äussern.

Gegenstimmen und Einordnung

Im Umfeld von Real Madrid sorgt die Forderung nach Rot laut Defensa Central für Unmut: Güler habe sich nur aus dem Trikotgriff gelöst, und als Huijsen vor rund drei Wochen in Elche einen Ellbogen abbekommen habe, sei nichts gepfiffen worden und niemand habe sich beschwert. Eine offizielle Stellungnahme des Klubs gibt es nicht. Movistar-Kommentator Carlos Martínez sagte dagegen laut Defensa Central, aus Madrider Sicht werde es keine Klagen geben, weil alle strittigen Szenen zugunsten von Real Madrid ausgefallen seien; den Penalty zum 3:0 hielt er für zu wenig.

Ein Verfahren gegen Güler ist nicht bekannt. Real Madrid spielt am Mittwoch, 21.10., in der Champions League gegen RB Leipzig und am Sonntag, 25.10., um 21:00 Uhr in Barcelona.

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