Aurélien Tchouaméni hat sich erstmals öffentlich zum Vorfall mit Federico Valverde aus dem vergangenen Mai geäussert. In der Sendung «The Bridge» bestritt der Franzose, dass es zu einer Schlägerei gekommen sei, räumte aber einen unschönen Zwischenfall ein. AS machte die Aussagen am Freitag, 23.10.2026, publik; El Debate, beIN Sports, Defensa Central und Bernabéu Digital griffen sie auf. Der Feed holt die Meldung mit diesem Artikel nach.
Was Tchouaméni sagt
Laut El Debate sagte Tchouaméni: «Es gab etwas Hässliches, aber ich habe mich nie geprügelt» (übersetzt aus dem Spanischen). In einer Kabine passierten Dinge, es gebe Spitzen und Andeutungen, und die Leute redeten viel. Bernabéu Digital gibt ihn so wieder, dass es einige Schubser gegeben habe, was unangemessen gewesen sei, aber kein Zweikampf Mann gegen Mann. Bei Real Madrid werde alles unverhältnismässig aufgebauscht, so sei aus einer Kleinigkeit ein Problem geworden.
Nach dem Vorfall hätten sich viele Leute bei ihm gemeldet und gefragt, was geschehen sei. Er habe sie beruhigt und gesagt, es sei nichts. Zum Vergleich verwies er auf eine Dokumentation über die NFL, die US-amerikanische Football-Liga, in der ähnliche Szenen zu sehen seien; im Spitzensport komme so etwas vor. Heute sei das Verhältnis gut, wer die Kabine besuche, sehe, dass sie sich verstünden, und auf dem Platz gebe es kein Problem. Solche Episoden könnten Menschen sogar näher zusammenbringen. Er bezog sich dabei auch auf Aussagen von José Mourinho, wonach die beiden Spieler keine Probleme miteinander hätten.
Der Vorfall im Mai
Laut El Debate kam es in der Schlussphase der vergangenen Saison, wenige Tage vor dem Clásico im Camp Nou, im Training in Valdebebas zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Der Klub eröffnete demnach gegen beide Spieler ein Disziplinarverfahren und sprach eine Busse von € 500’000 aus. beIN Sports schreibt, es habe sich laut Berichten von damals um € 500’000 pro Spieler gehandelt, und hält diese Angaben ausdrücklich als Berichte fest. Valverde fiel danach mit einem Schädel-Hirn-Trauma, also einer Verletzung des Gehirns durch einen Schlag oder Stoss am Kopf, mehrere Spiele aus, darunter den Clásico, den Barcelona 2:0 gewann und damit den Meistertitel sicherte. Ob die Verletzung direkt aus der Auseinandersetzung stammte, sagen die abgerufenen Quellen nicht übereinstimmend; beIN Sports gibt auch die Kopfverletzung nur als Inhalt der damaligen Berichte wieder.
Zur WM und zum Halbfinal gegen Spanien
Im selben Gespräch äusserte sich Tchouaméni laut beIN Sports zu seinem Entscheid, an der WM 2026 den Halbfinal gegen Spanien ohne vollständige Genesung zu bestreiten. Sich im Training bereit zu fühlen, bedeute nicht, im Spiel auf diesem Niveau zu bestehen. Wie solche Entscheide öffentlich beurteilt würden, hänge vor allem davon ab, ob die Mannschaft gewinne. Frankreich verlor den Halbfinal und später das Spiel um Platz drei gegen England.
Zeitpunkt vor dem Clásico
Die Aussagen fallen in die Woche vor dem nächsten Clásico am Sonntag, 25.10.2026, um 21:00 Uhr im Camp Nou, dem ersten Duell mit Barcelona seit jenem Spiel im Mai, das Valverde nach dem Vorfall verpasst hatte. Beide Spieler gehören zum Kader von José Mourinho und standen am Freitag im Training. Laut Defensa Central sprach Tchouaméni auch allgemein über das Klima in der Kabine, in der es Andeutungen gebe, ohne dass daraus ein Konflikt entstehe.
