José Mourinho hat sich am 13.10. um 18:00 Uhr im Pressesaal des Stadio Olimpico den Medien gestellt – an jenem Ort, an dem er von 2021 bis 2024 die Roma trainierte. Zur Lage seiner Mannschaft sagte er laut realmadrid.com: «Den Druck machen wir uns selbst, weil wir gewinnen wollen» (übersetzt aus dem Spanischen). Für den Druck der K.-o.-Phase sei es mit acht Spielen in der Ligaphase noch zu früh.
Kein Wort zu Villarreal
Fragen zum 1:0 gegen Villarreal und zum Platzverweis von Vinícius wich Mourinho aus. Es sei eine Champions-League-Woche; wer wolle, solle sich die erste Minute des Villarreal-Spiels ansehen, sagte er laut realmadrid.com und dem von Managing Madrid veröffentlichten Bericht. Die spanischen Journalisten kritisierte er dafür, dass sie nicht direkt fragten und mehrere Fragen in dieselbe Richtung zielten; sie könnten am Samstag vor dem Sevilla-Spiel wieder fragen. Nach dem Villarreal-Spiel hatte Mourinho auf die Pressekonferenz verzichtet, laut Marca, um keine Sperre zu riskieren.
Schiedsrichter und Valverde
Zu den Schiedsrichtern sagte Mourinho, er vertraue allen. Seine einzige Sorge sei, wenn der Name eines Unparteiischen drei Wochen vor einem Spiel bekannt sei statt 24 Stunden vorher. Vor dem Spiel habe er mit Schiedsrichtern immer die besten Gefühle. In Rom pfeift der Franzose François Letexier.
Lob gab es für Federico Valverde, der gegen Villarreal als Rechtsverteidiger die Vorlage zum Siegtor von Yan Diomande gab. Mourinho erklärte laut realmadrid.com, er habe Valverde statt Denzel Dumfries auf diese Position gestellt, weil der Uruguayer im Aufbau mit Dreierkette den Unterschied machen könne. Managing Madrid zitiert ihn mit der Aussage, hätte man mehr als einen Valverde, würde er Aussenverteidiger, Flügel und Mittelfeld zugleich spielen.
Roma, Fans und Gasperini
Über die Roma sprach Mourinho mit Respekt: Inter und die Roma seien derzeit die beiden stärksten Teams Italiens, er verfolge die Serie A regelmässig. Die Roma-Anhänger bezeichnete er als besondere Menschen. Während der 90 Minuten trete die Zuneigung zum Klub aber in den Hintergrund. Laut Managing Madrid sagte er zudem, beide Teams hätten den echten Druck der Champions League noch nicht gespürt, und er gehe davon aus, dass beide die Ligaphase überstehen. Den Kontakt zu den Fans erklärte er damit, dass er sich selbst bleibe und die Interessen von Klub, Spielern und Anhängern vor die eigenen stelle; er erinnerte an den europäischen Titel und einen weiteren Final mit der Roma. Vor Spielen schlafe er gut, danach nicht.
Gasperini: Ehrung verdient, Spitze mit Augenzwinkern
Roma-Trainer Gian Piero Gasperini sagte laut Fantacalcio, die Anhänger hätten Mourinho grosse Zuneigung gezeigt, die geplante Ehrung im Stadion sei verdient. Sobald das Spiel laufe, werde das Olimpico aber nur die Roma anfeuern. Real Madrid sei eine der besten Mannschaften Europas, die ihren Rhythmus womöglich noch suche. Auf die Frage, was er Mourinho abschauen würde, antwortete Gasperini laut Il Fatto Quotidiano lachend, dessen Geschick, Klubbesitzer zum Kauf grosser Spieler zu bewegen. Ob er Mourinho auf den Real-Madrid-Stürmer Endrick ansprechen werde, verneinte Gasperini; der Januar-Transfermarkt interessiere ihn derzeit nicht.
Personal und Termine
Bei der Roma braucht Bryan Cristante laut Gasperini noch Zeit, Konstantinos Koulierakis ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Real Madrid tritt ohne Militão, Asencio, Rodrygo und Mendy an. Mourinho verwies darauf, dass drei Spieler ihre aus der Vorsaison übernommenen UEFA-Sperren bereits abgesessen haben; laut Sports Illustrated sind das Camavinga, Güler und Bernardo Silva. Anpfiff ist am 14.10. um 21:00 Uhr, laut Corriere dello Sport vor vollem Olimpico.
