Real Madrid · 21.10.2026

Mourinho bestätigt Vinícius gegen Leipzig – Mendy, Rodrygo und Asencio fehlen

Vinícius spielt am Mittwoch gegen RB Leipzig auf dem linken Flügel, die LaLiga-Sperre gilt in der Champions League nicht. Mourinho lobt Schiedsrichter Kovács und hält ein Sturmduo Mbappé–Espí für riskant.

Vinícius Júnior im weissen Real-Madrid-Trikot mit Medaille bei der Siegerfeier nach dem Copa-del-Rey-Final 2023, umgeben von Mitspielern

Vinícius Júnior steht am Mittwochabend gegen RB Leipzig in der Startelf. Trainer José Mourinho hat das an der Pressekonferenz vom Dienstag bestätigt und auch die Position verraten: Der Brasilianer spielt auf dem linken Flügel. Mehr wollte Mourinho zur Aufstellung nicht preisgeben. Das Spiel des 3. Spieltags der Champions-League-Ligaphase im Bernabéu beginnt um 21:00 Uhr, Schiedsrichter ist der Rumäne István Kovács.

Das Aufgebot

Real Madrid hat 24 Spieler aufgeboten. Im Tor stehen Courtois, Lunin und Sergio Mestre, der nach dem Sevilla-Spiel wieder die Rolle des dritten Torhüters übernimmt; gegen Sevilla war Javi Navarro nachgerückt. In der Abwehr sind Militão, Huijsen, Alexander-Arnold, Konaté, Cucurella, Álvaro Carreras, Rüdiger und Dumfries dabei. Im Mittelfeld nominierte Mourinho Bellingham, Camavinga, Valverde, Tchouaméni, Arda Güler, Bernardo Silva und Thiago, im Sturm Vinícius, Endrick, Mbappé, Carlos Espí, Brahim und Yan Diomandé. Das berichten Defensa Central und Prensa Libre übereinstimmend.

Vinícius ist die einzige Rückkehr gegenüber dem Sevilla-Spiel. Seine Sperre von vier Spielen nach der Roten Karte gegen Villarreal gilt nur in LaLiga; in der Champions League ist er spielberechtigt. Gegen Sevilla hat er das erste der vier Sperrspiele abgesessen, es folgen die Auswärtsspiele beim FC Barcelona, bei Racing Santander und bei Valencia.

Die Ausfälle

Drei Spieler fehlen. Raúl Asencio erholt sich von der Operation an der Ermüdungsfraktur im rechten Schienbein, also einem Knochenbruch, der durch wiederholte Überlastung entsteht. Rodrygo arbeitet nach seiner Knieverletzung zwar auf dem Rasen, aber weiterhin allein und nicht mit der Mannschaft. Ferland Mendy trainiert inzwischen mit dem Team, hat von Mourinho laut Defensa Central aber noch keine Freigabe für einen Wettkampfeinsatz; Prensa Libre schreibt, er stehe zudem nicht auf der Champions-League-Liste. Éder Militão bleibt nach seinem Comeback gegen Sevilla, dem ersten Einsatz nach fast sechs Monaten, im Aufgebot.

Mourinho über Leipzig und den Schiedsrichter

Den Gegner beurteilte Mourinho nicht nach der Niederlage in München, sondern nach dem Sieg gegen PSV. Leipzig wolle sich für die nächste Runde qualifizieren. Die drei Siege seiner Mannschaft in kurzer Folge seien zwar ein guter Trend, garantierten aber nichts für das vierte Spiel. Für Kovács fand er nur Lob: Laut FútbolFantasy sprach er von einem Schiedsrichter von «sehr hoher Qualität und Persönlichkeit» (übersetzt aus dem Spanischen). Er erwarte nicht, dass der VAR an diesem Abend eine wichtige Rolle spiele. Dass der Präsident des spanischen Verbands seine Schiedsrichter verteidigt, könne er nachvollziehen; er verteidige ja auch seine Spieler.

Güler, Valverde und das Sturmduo

Auf die Frage nach den besten Positionen für Arda Güler und Federico Valverde antwortete Mourinho knapp, sie seien auf dem Platz am besten aufgehoben. Beide sieht er im Mittelfeld, beide seien vielseitig, wenn auch mit unterschiedlichen Profilen. Wie er sie einsetze, hänge vom Spielverlauf ab: In Rom habe man lange mit zwei defensiven Mittelfeldspielern gespielt und in den letzten 20 Minuten mit zwei fast freien. Bernardo Silva und Güler gemeinsam von Beginn an gegen einen so intensiven Gegner hält er für zu riskant.

Auch ein Sturmduo aus Mbappé und Carlos Espí sieht Mourinho skeptisch. Mit den vorhandenen Flügelspielern würde aus einem 4-4-2 faktisch ein 4-2-4, und damit sei ein Sieg alles andere als sicher. Möglich sei das eher spät im Spiel, wenn der Gegner müde ist und nur noch verteidigt. Über Yan Diomandé, der gegen seinen früheren Klub antritt, sagte er nur, der Spieler wisse selbst noch nicht, ob er spiele. Diomandé trainiere nachmittags zusätzlich mit Fitnesstrainer Iván.

Ziele und erste 100 Tage

Den Titel in der Champions League wollte Mourinho noch nicht als Ziel ausgeben. Zuerst gehe es um die Qualifikation, dann darum, die Playoffs zu vermeiden; dafür brauche es seiner Einschätzung nach viele Punkte. Zur Frage nach unantastbaren Spielern sagte er, das entscheide allein die Leistung auf dem Platz, nicht Status, Kapitänsbinde oder Ablösesumme. Zu seinen ersten 100 Tagen meinte er, er sei gut vorbereitet gewesen und habe keine grossen Überraschungen erlebt; das Team brauche aber noch viel Arbeit.

Ausgangslage

Real Madrid hat die ersten beiden Spiele der Ligaphase gewonnen und liegt nach den Dienstagsspielen mit sechs Punkten auf Platz 9; Leipzig hat drei Punkte. Neben Real Madrid–Leipzig stehen am Mittwoch laut UEFA unter anderem Bayern–Arsenal und Inter–Schachtar auf dem Programm. Am Sonntag um 21:00 Uhr folgt der Clásico im Camp Nou, dort fehlt Vinícius wegen der Sperre.

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