Real Madrid hat am Sonntag, 25.10.2026, den ersten Clásico der Saison gewonnen. Am 10. Spieltag von LaLiga setzte sich die Mannschaft von José Mourinho im Spotify Camp Nou mit 2:1 gegen den FC Barcelona durch. Beide Tore erzielte Kylian Mbappé, der damit laut Real Madrid sein 100. Pflichtspieltor für den Klub erreichte. Raphinha hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Für Barcelona war es nach neun Siegen die erste Niederlage in der laufenden Ligasaison, Real Madrid feierte den fünften Pflichtspielsieg in Folge. Das Spiel begann um 21:00 Uhr, im Stadion sassen laut FotMob 62’055 Zuschauer. Schiedsrichter war Juan Martínez Munuera, im VAR-Raum sass Javier Iglesias Villanueva.
Aufstellungen und Ausfälle
Mourinho musste kurzfristig auf Thibaut Courtois verzichten, der am Spieltag wegen eines grippalen Infekts ausfiel. Im Tor stand deshalb Andriy Lunin zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz der Saison. Vinícius Júnior verbüsste das zweite von vier Sperrspielen nach seiner Roten Karte gegen Villarreal, Rodrygo und Raúl Asencio fehlen verletzt. Real Madrid begann laut FotMob in einem 4-2-3-1: Lunin; Federico Valverde, Ibrahima Konaté, Dean Huijsen, Marc Cucurella; Bernardo Silva, Aurélien Tchouaméni; Arda Güler, Jude Bellingham, Yan Diomande; Mbappé. Valverde spielte damit erneut rechts in der Viererkette. Eingewechselt wurden Denzel Dumfries für Valverde (62.), Eduardo Camavinga für Bernardo Silva (80.) sowie in der Nachspielzeit Trent Alexander-Arnold für Güler und Carlos Espí für Diomande (beide 90.+4).
Hansi Flick schickte Joan García; Xavi Espart, Pau Cubarsí, Gerard Martín, João Cancelo; Rodri, Pedri; Lamine Yamal, Fermín López, Anthony Gordon und Raphinha aufs Feld. Barcelona fehlten laut El Español Jules Koundé, Eric García und Dani Olmo. Rechtsverteidiger Espart musste in der 30. Minute mit Oberschenkelproblemen raus, für ihn kam Alejandro Balde, Cancelo rückte auf die rechte Seite. Später kamen Frenkie de Jong für Fermín López (74.) sowie Karim Adeyemi für Gordon und Gabriel Jesus für Raphinha (beide 86.).
Erste Halbzeit: Mbappé trifft per Abpraller
Barcelona presste in der Anfangsphase hoch, Real Madrid stand kompakt und suchte mit langen Bällen Mbappé hinter der hohen Abwehrlinie. Die erste gute Madrider Chance hatte Güler, dessen Schuss Joan García in der 18. Minute parierte. Auf der anderen Seite schoss Raphinha nach Vorarbeit von Gordon flach am Tor vorbei (24.). Kurz darauf spürte Valverde nach einem Tackling Probleme im Bein, spielte aber weiter. In der 34. Minute eroberte Gordon den Ball, zog in den Strafraum und scheiterte an Lunin.
In der 41. Minute ging Real Madrid in Führung. Nach einem längeren Ballbesitz brachte Diomande eine flache Hereingabe von links vor das Tor, Gerard Martíns Klärungsversuch prallte an Mbappé ab und von dessen rechtem Oberschenkel ins Netz. Kurz danach verpasste Lamine Yamal aus kurzer Distanz den Ausgleich. Mbappé traf noch vor der Pause den Pfosten, stand dabei aber im Abseits. In der Nachspielzeit lief Diomande allein auf Joan García zu, traf aber nur das Aussennetz. Zur Pause hatte Barcelona laut VAVEL 9:6 Schüsse und 59 Prozent Ballbesitz.
Zweite Halbzeit: Raphinha gleicht aus, Camavinga bereitet vor
Gleich nach Wiederanpfiff sah Tchouaméni Gelb, weil er Cubarsí auf den Fuss getreten hatte (46.). Um die 50. Minute vergab Bellingham eine Zwei-gegen-eins-Situation mit Mbappé. In der 60. Minute trat Cancelo Diomande mit den Stollen von hinten auf die Wade. Martínez Munuera zeigte keine Karte, der VAR griff nicht ein. Eine Minute später fiel der Ausgleich: Nach einem kurz ausgeführten Eckball spielte Pedri Raphinha frei, der flach zum 1:1 abschloss (61.). Valverde verliess danach angeschlagen den Platz.
Barcelona drängte nun. In der 66. Minute lenkte Lunin einen Kopfball von Gerard Martín nach einem Eckball mit einer Parade ab, zuvor hatte Joan García einen weiteren Schuss von Güler gehalten. Real Madrid forderte in der 69. Minute nach einem Handspiel von Balde im Strafraum einen Penalty, Schiedsrichter und VAR liessen weiterspielen. Gordon sah in der 84. Minute nach einem Foul an Güler Gelb. In der 87. Minute fiel die Entscheidung: Bellingham setzte sich laut der Klubchronik mit einem Beinschuss durch und spielte zu Güler, der den eingewechselten Camavinga in die Tiefe schickte. Camavinga liess Cubarsí stehen und legte zurück auf Mbappé, der aus kurzer Distanz zum 1:2 traf. In der fünfminütigen Nachspielzeit sahen Cucurella (90.+2), Mbappé (90.+4), Balde und Adeyemi (beide 90.+6) Gelb.
Die Zahlen
Die Spielstatistik von FotMob zeigt die Rollenverteilung: Barcelona hatte 62 Prozent Ballbesitz, 639 Pässe und 18 Schüsse, davon 6 aufs Tor. Real Madrid kam auf 10 Schüsse, davon 5 aufs Tor, erspielte sich aber die besseren Chancen: 1,94 zu 1,19 erwartete Tore (xG) und 4 zu 2 Grosschancen. Madrid gewann 23 Tacklings (Barcelona 16), fing 14 Pässe ab (Barcelona 7) und klärte 30-mal. Lunin parierte fünf Schüsse. Bei FotMob erhielt Mbappé mit 9,0 die Bestnote und wurde Spieler des Spiels, dahinter folgten Güler (7,8), Bellingham und Lunin (je 7,7) sowie Tchouaméni (7,6). Bei Barcelona waren Gordon (7,9), Pedri (7,8) und Cancelo (7,7) am besten bewertet.
Stimmen nach dem Spiel
Mourinho sprach von einem verdienten Sieg gegen einen grossen Gegner und betonte, seine Mannschaft habe nach dem Ausgleich nicht die Nerven verloren: «Beim 1:1 haben wir nie die Ruhe verloren», sagte er laut beIN Sports (übersetzt aus dem Spanischen). Gegenüber ESPN kündigte er an, beim Wiedereinstieg ins Training niemanden abheben zu lassen; Real Madrid spiele, um die Meisterschaft zu gewinnen. Den Schiedsrichter lobte er, den VAR kritisierte er wegen der Szene mit Cancelo deutlich. Mbappé stellte das Kollektiv in den Vordergrund: «Es ist ein Sieg der Mannschaft», sagte er auf realmadrid.com (übersetzt aus dem Spanischen). Lunin nannte laut Madrid Universal Disziplin und Einstellung als Schlüssel, weil Barcelona mehr Ballbesitz hatte.
Flick räumte ein, Real Madrid sei stärker gewesen als in früheren Clásicos, und vermisste bei seiner Mannschaft die Frische: «Wir waren nicht frisch», sagte er laut Madrid-Barcelona.com (übersetzt aus dem Spanischen). Er verwies auf die Ausfälle von Espart, Olmo und Eric García. Pedri sagte laut Diario las Américas, Barcelona sei nicht es selbst gewesen. Der gesperrte Vinícius reagierte in den sozialen Netzwerken: Er teilte laut Flashscore den Resultatsbeitrag des Klubs mit lachenden Emojis und kommentierte einen weiteren Beitrag mit einem Foto, auf dem er auf das Abzeichen der 15 Champions-League-Titel zeigt. Mbappé schrieb laut Fox Sports nur «Real Madrid CF» mit weissen Herzen.
Tabelle und nächste Spiele
Nach dem Sieg liegt Real Madrid mit 24 Punkten aus zehn Spielen auf Platz 3, drei Punkte hinter Barcelona (27) und einen hinter Atlético de Madrid (25). Dahinter folgen Real Betis (20) und Real Sociedad (19). Ohne den Sieg wären es neun Punkte Rückstand auf Barcelona gewesen. In der Torschützenliste liegt Mbappé mit 11 Ligatoren zwei Treffer hinter Raphinha (13).
Real Madrid spielt nun dreimal auswärts: am Sonntag, 01.11., um 16:15 Uhr bei Racing Santander im Sardinero, am Mittwoch, 04.11., um 18:45 Uhr in der Champions League bei AEK Athen und am Samstag, 07.11., um 21:00 Uhr in Valencia. Vinícius fehlt in LaLiga noch gegen Racing und Valencia. Offen ist der Einsatz von Valverde, der am Dienstag untersucht wird.
