Ibrahima Konaté hat vor dem Champions-League-Spiel gegen RB Leipzig klargemacht, dass der Clásico am Sonntag warten muss. An der Pressekonferenz vom Dienstag in Valdebebas sagte der französische Innenverteidiger, ein Sieg gegen Leipzig helfe der Mannschaft auch im Spiel gegen Barcelona; wer sich aber gedanklich schon mit dem Clásico beschäftige, sei gegen Leipzig nicht bereit. Das Spiel im Bernabéu beginnt am Mittwoch um 21:00 Uhr.
Wiedersehen mit dem früheren Klub
Für Konaté ist die Partie eine besondere, weil er früher für Leipzig spielte. Er freue sich auf das Wiedersehen mit früheren Mitspielern, sagte er. Sportlich setzte er ein klares Ziel: drei Siege aus den ersten drei Spielen und am Ende ein Platz unter den ersten acht der Ligaphase, der direkt in den Achtelfinal führt. Laut Real Madrid betonte er zugleich, wie schwierig es in diesem Wettbewerb sei, unter diese acht Teams zu kommen.
Schiedsrichter und die Szene mit Ure
Auf den Fall Negreira angesprochen, also das Verfahren um Zahlungen des FC Barcelona an den früheren Vizepräsidenten des Schiedsrichterkomitees, sagte Konaté, er habe davon gelesen, sei aber zum Fussballspielen hier. Gleichzeitig stimmte er der Einschätzung zu, dass Real Madrid bisher wenig Glück mit Schiedsrichterentscheiden gehabt habe; Bernabéu Digital gibt ihn mit «Wir hatten kein Glück mit den Entscheidungen der Schiedsrichter» wieder (übersetzt aus dem Spanischen).
Zum Zusammenstoss mit Sevillas Robbie Ure vor dem zweiten Madrider Tor beim 4:1 am Sonntag sagte Konaté, er habe die Kommentare dazu nicht verfolgt. Für ihn sei es offensichtlich kein Foul gewesen. Die Szene gehört zu den vier Situationen, wegen derer Sevilla inzwischen eine förmliche Beschwerde bei LaLiga eingereicht hat.
Das Trikot für Ceuta
Konaté äusserte sich auch zu einer Episode rund um das Spiel gegen Elche, bei der er ein Trikot mit einer Botschaft zu Ceuta nicht gezeigt hatte. Er habe die Aufschrift damals nicht verstanden und erst danach erfahren, worum es ging. Er könne beide Seiten nachvollziehen, in Frankreich dächten viele Menschen ähnlich. Der Vorfall sei aber weniger schlimm gewesen, als er dargestellt worden sei; er wolle sich auf den Fussball konzentrieren.
Mourinho, Diomandé und die Eingewöhnung
Über seinen Trainer sprach Konaté mit grossem Respekt. Mourinho sei sehr gut vorbereitet und fokussiert, habe eine besondere Ausstrahlung, und die Mannschaft höre zu, wenn er spreche. Yan Diomandé, der wie er aus Leipzig kam, lobte er für Talent und Arbeitseinstellung. Auf eine Unterscheidung von Carlo Ancelotti zwischen optimistischen und pessimistischen Verteidigern angesprochen, ordnete er sich bei den Optimisten ein.
Seine ersten Monate in Madrid beschrieb Konaté als überwältigend. Die mediale Aufmerksamkeit übertreffe seine Erwartungen, soziale Netzwerke nutze er kaum. Tchouaméni und Mbappé hätten ihm den Einstieg erleichtert. Sein grösster Wunsch sei, mit der Mannschaft Titel zu gewinnen – und dass Ferland Mendy rasch gesund werde. Mendy trainiert inzwischen mit dem Team, steht gegen Leipzig aber nicht im Aufgebot.
