Das Strafverfahren, das Kylian Mbappé gegen seinen früheren Klub Paris Saint-Germain angestossen hatte, ist beendet. Pariser Untersuchungsrichter haben laut AFP (via Orange Sport) einen «non-lieu» ausgesprochen; das ist im französischen Strafrecht die Einstellung des Ermittlungsverfahrens ohne Anklage, hier mangels ausreichender Belastung. Der Entscheid fiel laut AFP bereits im Mai 2026 und wurde am 02.10.2026 bekannt. Marca griff die Meldung am 03.10. auf, wie Madrid Universal berichtet.
Mbappé hatte im Mai 2025 Anzeige wegen «harcèlement moral» erstattet, also wegen Mobbing am Arbeitsplatz. Hintergrund war seine Verbannung aus dem Profikader im Sommer 2023, nachdem er eine Vertragsverlängerung abgelehnt hatte. Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnete im Juni 2025 eine gerichtliche Untersuchung, im Juli 2025 zog Mbappés Anwalt die Anzeige zurück (La Nouvelle Tribune).
Die Richter begründen die Einstellung laut AFP damit, dass ohne Unterstützung des Anzeigeerstatters keine Ermittlung möglich sei: Beschuldigte und Zeugen könnten sich auf den Rückzug berufen. Mbappés Anwalt Pierre-Olivier Sur wollte sich nicht äussern, PSG gab keine Stellungnahme ab.
Unabhängig davon bleibt der arbeitsrechtliche Entscheid bestehen: Das Pariser Arbeitsgericht hatte PSG im Dezember 2025 verpflichtet, Mbappé rund € 61 Mio. an ausstehenden Löhnen, Prämien und Ferienansprüchen zu zahlen.