Manchester United will einen Abgang von JJ Gabriel offenbar nicht kampflos hinnehmen. Laut der englischen Zeitung The Sun erwägt der Klub rechtliche Schritte, falls das Talent den Verein verlässt. Die Meldung erschien bereits in der Nacht auf den 03.10., wie die Presseschau von Sky Sports zeigt, und wurde vom Feed bisher nicht aufgegriffen. Am 18.10. griff Bernabéu Digital das Thema erneut auf: United könnte versuchen, einen Wechsel nach Madrid zu verhindern.
Worum es geht
Nach dem Bericht von Madrid Universal, der sich auf die spanische Zeitung Sport beruft und am 02.10. bei Yahoo Sports erschien, prüft United rechtliche oder regulatorische Mittel gegen Dritte, die einen Wechsel des Jugendlichen vorantreiben. Gegen wen sich ein Vorgehen richten würde, nennt keine der Quellen. Hintergrund: Gabriel hat noch keinen Profivertrag. Wechselt er ins Ausland, erhielte United nach den Regeln für Nachwuchsspieler nur eine Ausbildungsentschädigung, also eine pauschale Vergütung für die Ausbildungsjahre, die deutlich unter seinem Marktwert liegen dürfte.
Die Interessenten
Neben Real Madrid werden Barcelona und Bayern München genannt. Real Madrid soll laut Madrid Universal bereits Kontakt mit United aufgenommen haben, um die Bedingungen eines möglichen Wechsels zu klären. Mitte Oktober hatte Fabrizio Romano von direkten Gesprächen zwischen beiden Klubs berichtet. Gabriel selbst soll United seinen Wechselwunsch mitgeteilt haben.
Widersprüche
Beim Alter gehen die Angaben auseinander: The Sun nennt laut Sky Sports 15 Jahre, Madrid Universal schreibt, er sei noch nicht 16; die Times hatte ihn Anfang Oktober als 16-Jährigen bezeichnet. Für Transfers Minderjähriger gelten in England und international besondere Regeln, was einen Wechsel zusätzlich erschwert.
Stand
Weder Real Madrid noch Manchester United haben sich öffentlich geäussert. Spanische Kernquellen wie Marca, AS oder COPE haben die Meldung über ein rechtliches Vorgehen nach den abgerufenen Quellen nicht aufgegriffen. Was Bernabéu Digital mit der offenen Entscheidung Mourinhos meint, geht aus dem abgerufenen Text nicht hervor.




