Herbert Hainer hat in Bild betont, der FC Bayern müsse Michael Olise nicht verkaufen und hoffe auf eine Verlängerung. Laut Sky bieten die Bayern einen Vertrag bis 2032.
Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Real Madrid im Werben um Michael Olise eine Absage erteilt. Im Gespräch mit Bild sagte der 72-Jährige laut GOAL, der FC Bayern sei «nicht gezwungen, seine Spieler zu verkaufen» (übersetzt aus dem Englischen). Zuletzt hatte Sky berichtet, Real Madrid rechne selbst mit einer Vertragsverlängerung des Franzosen in München.
Was Hainer sagte
Hainer äusserte sich nach dem 2:2 der Bayern gegen Augsburg. Er wies die These zurück, die Bundesliga sei für Olise zu klein, und nannte ihn einen der besten Spieler der Welt, der den Ballon d’Or einmal gewinnen könne, vielleicht schon in diesem Jahr. Olise fühle sich in München wohl, der Klub biete Titel und internationale Spitzenspiele. Der FC Bayern handle aus einer Position der Stärke und wisse sich gegen Interessenten wie Real Madrid zu wehren, gibt die spanische Ausgabe von GOAL die Aussagen wieder. Er hoffe, dass Olise verlängere.
Vertrag und Verhandlungen
Olises Vertrag läuft bis 2029 und enthält keine Ausstiegsklausel. Laut Sky, zitiert von GOAL, wollen die Bayern bis 2032 verlängern und ihm rund € 25 Mio. pro Jahr zahlen, ähnlich wie Harry Kane und Jamal Musiala; derzeit verdiene er etwa € 14 Mio. Olises Umfeld verlange eine Ausstiegsklausel, wie er sie bei Crystal Palace hatte; über diese Klausel holte ihn der FC Bayern 2024 für € 53 Mio. Laut Fabrizio Romano ist eine Prämie für den Fall eines Ballon-d’Or-Gewinns Thema. Sportvorstand Max Eberl sagte laut GOAL, konkrete Gespräche habe es noch nicht gegeben; Vorrang habe die Verlängerung mit Kane.
Die Rolle von Real Madrid
Real Madrid hat sich nicht geäussert. Die Summe von bis zu € 200 Mio., die Real angeblich zu zahlen bereit wäre, bezeichnet GOAL als Spekulation. Die katalanische Zeitung El Nacional hatte Anfang Oktober laut Football365 berichtet, Olise und Erling Haaland könnten 2027 zusammen für über € 200 Mio. nach Madrid wechseln. Ein Beleg aus den Kernquellen liegt dafür nicht vor.
Einordnung
Hainers Aussagen bestätigen die Linie, die der FC Bayern seit Wochen vertritt. Solange kein Vertrag mit Ausstiegsklausel unterschrieben ist, kann Olise München nur mit Zustimmung der Bayern verlassen. Wie eine solche Klausel ausgestaltet wäre, ist offen.