Raúl Asencio muss unters Messer. Wie Real Madrid am Mittwochvormittag in einem medizinischen Befund mitteilte, wird der Innenverteidiger am Donnerstag, 01.10.2026, wegen eines Ermüdungsbruchs im rechten Schienbein operiert. Ein Ermüdungsbruch (Stressfraktur) ist ein feiner Knochenriss, der nicht durch einen einzelnen Schlag entsteht, sondern durch wiederholte Überlastung. Eine Ausfallzeit nennt der Klub nicht.
Die spanischen Medien rechnen mit einer längeren Pause, sind sich über die Dauer aber nicht einig. OKDiario spricht von zwei bis drei Monaten, El Español von zwei bis vier Monaten. Im ungünstigeren Fall stünde Asencio erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung.
Die Beschwerden sind laut El Español nicht neu: Schon im Januar habe Asencio in einem Champions-League-Spiel gegen Monaco starke Schmerzen im rechten Schienbein gehabt, im Sommer sei es mit Schonung und konservativer Behandlung, also ohne Operation, versucht worden. Hinzu kam laut Infobae am 30.07. eine Muskelverletzung am geraden Oberschenkelmuskel desselben Beins. Seit dem Spiel gegen Rayo Vallecano war er wieder im Aufgebot und sass in den letzten drei Partien auf der Bank, ohne eine Pflichtspielminute in dieser Saison. Am Montag trainierte er noch, am Dienstag und Mittwoch fehlte er.
Für das Ligaspiel gegen Villarreal am 10.10. wird die Innenverteidigung damit knapp. Dean Huijsen ist nach seiner Roten Karte im Derby für diese Partie gesperrt, Ibrahima Konaté arbeitet laut dem Trainingsbericht des Klubs vom Mittwoch weiterhin an seiner Genesung. Éder Militão ist nach über fünf Monaten Pause zurück im Mannschaftstraining, hat seit April aber kein Pflichtspiel bestritten.