Real Madrid · 17.10.2026

Mourinho vor Sevilla: Lob für Güler und Endrick, keine Wünsche für Januar

José Mourinho weist den Vorwurf der Sturheit zurück und verteidigt seine Wechsel. Er sieht keinen Bedarf an Zuzügen im Januar und nennt Lunin einen Spieler, der Einsätze verdient.

Titelgrafik: Pressekonferenz – José Mourinho

José Mourinho hat am 17.10.2026 in der Ciudad Real Madrid in Valdebebas die Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Sevilla gegeben. Neben Javier Tebas und der Sperre von Vinícius ging es vor allem um die Aufstellung: Nach dem 4:3 in Rom, bei dem Einwechselspieler das Spiel drehten, musste sich Mourinho Fragen zu seiner Startelf, zum Mittelfeld und zu Arda Güler stellen.

«Nicht stur»

Ausgangspunkt war laut EFE/Infobae die Frage, ob er die Doppelsechs aufgebe, Güler zentral spiele und Federico Valverde als Aussenverteidiger einsetze. Mourinho betonte, er sei offen für die Meinung seines Staffs und für eigene Spielanalysen. Er könne sich ändern, aber aufgrund eigener Analyse, nicht wegen Kommentaren von aussen. Umfragen oder künstliche Intelligenz würden die Mannschaft nicht aufstellen; das täten weiterhin die Trainer. Die Meinung von Kommentatoren sei für ihn nicht mehr wert als seine eigene Analyse.

Was er vom Mittelfeld erwartet

Zur Debatte um Valverde und Aurélien Tchouaméni sagte Mourinho, ein Mittelfeldspieler müsse in beide Richtungen arbeiten. Wer nur verteidige, sei ein limitierter Mittelfeldspieler; wer nur angreife, gehöre eher auf den Flügel oder auf die Position hinter den Spitzen. Laut dem Bericht von realmadrid.com nannte er die Position eine der schwierigsten überhaupt, für die es Spieler mit grossen Qualitäten brauche. Die Einsätze richteten sich laut Fichajes.net nach Spielverlauf und Bedarf.

Güler, Endrick und Lunin

Über Arda Güler sagte Mourinho, die Medien täten sich schwer, Arbeit anzuerkennen: Schlechtes werde einer Person zugeschrieben, Gutes dem Zufall. Güler sei mit 21 Jahren sehr talentiert, aber noch nicht fertig entwickelt und auf mehreren Positionen einsetzbar; deshalb wolle er ihn nicht auf eine Rolle festlegen.

Endrick, der in Rom nach seiner Einwechslung ein Tor erzielte, lobte er für seinen Anteil an der Wende, besonders bei den Eckbällen. An die Kritiker gerichtet sagte Mourinho laut EFE sinngemäss, wer bei schlechten Leistungen draufhaue, solle auch über gute sprechen. Das Problem sei ein Kader mit mehr guten Spielern als Startplätzen. Rund 15 bis 16 Spieler verdienten Einsätze. Als Beispiel nannte er Torhüter Lunin: «Lunin verdient es zu spielen, und das ist kein Witz» (übersetzt aus dem Spanischen, laut Infobae). Neben Thibaut Courtois sei das aber nicht möglich.

Die Wechsel von Rom

Auf die Frage nach Vinícius, der in Rom ausgewechselt worden war, entgegnete Mourinho, er habe fünf Wechsel vorgenommen, nicht nur einen. Den Hauptgrund für Vinícius‘ schwierigen Abend sah er bei Roma-Trainer Gasperini; gestört habe ihn die Entstehung des zweiten Gegentors in einer ruhigen Phase. Die fünf Einwechselspieler von Rom hätten verdient, auch gegen Sevilla zu spielen, meinte er laut Infobae; andere Trainer würden ihn um diese Möglichkeiten beneiden.

Keine Wünsche für Januar

Zum Wintertransferfenster sagte Mourinho laut Fichajes.net, er sei mit dem Kader zufrieden und habe keine Verstärkungen angefordert. Schlage die sportliche Leitung etwas vor, werde er es prüfen.

Sevilla am Sonntag

Die Mannschaft sei müde, werde es am Sonntag aber nicht mehr sein, sagte Mourinho. Er habe gute Wechseloptionen, um frische Spieler zu bringen. Sevilla spiele sehr gut und wolle immer gewinnen; Trainer Luis García leiste hervorragende Arbeit. Das Spiel beginnt am 18.10. um 21:00 Uhr im Bernabéu. Vinícius fehlt gesperrt, Raúl Asencio und Rodrygo setzten laut Trainingsbericht des Klubs vom 16.10. ihre Genesung fort. Laut FútbolFantasy warten Ferland Mendy und Éder Militão noch auf die medizinische Freigabe. Am 21.10. um 21:00 Uhr empfängt Real Madrid in der Champions League RB Leipzig.

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