Thibaut Courtois hat nach dem 4:3 bei der AS Roma gesagt, er habe den Sieg auch nach dem 1:3 nicht abgeschrieben. Gegenüber den Klubmedien erklärte der Torhüter, nach dem dritten Gegentor habe er nicht gedacht, dass es für Real Madrid vorbei sei, weil die Mannschaft immer kämpfe. Carlos Espí, der in der 83. Minute das 2:3 erzielt hatte, sprach von einem verrückten Abend. Beide Aussagen fielen am 14.10.2026 im Olimpico.
Courtois: Standards als Werk des Staffs
Courtois hob hervor, dass alle drei Treffer der Schlussphase nach ruhenden Bällen fielen, und schrieb das der Arbeit des gesamten Trainerstabs und der Spieler zu. Die ersten beiden Gegentore führte er auf eigene Ballverluste zurück, die Roma im Konter genutzt habe. Vor dem dritten Gegentor hätte Real Madrid aus seiner Sicht einen Penalty erhalten können; laut OKDiario hatte Jude Bellingham in der Szene einen Elfmeter gefordert, ehe der Gegenzug zum 3:1 durch Donyell Malen führte. Zudem hätten abgeprallte Bälle an diesem Abend meist Roma begünstigt.
«Davon habe ich geträumt»
Die Wechsel von José Mourinho lobte Courtois ausdrücklich: Danach habe die Mannschaft mehr Ballbesitz gehabt und mehr Chancen herausgespielt. Während des Spiels habe er sogar von einem 4:3 geträumt, sagte der Belgier; beim Ausgleich sei ihm klar gewesen, dass mindestens ein Punkt drinliege. «Davon habe ich während des Spiels geträumt» (übersetzt aus dem Spanischen), sagte er laut realmadrid.com. Sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen gegen zwei starke italienische Gegner nannte er einen guten Start in die Ligaphase.
Espí: 13 Minuten, ein Tor
Espí kam in der 79. Minute für Yan Diomande ins Spiel. Laut Klubmedien sagte er, Mourinho habe ihn mit rund einer Viertelstunde Restzeit gebracht und von ihm verlangt, alles zu geben und dem Team zu helfen, wo immer es gehe. Er habe seine 13 Minuten genutzt, getroffen und zum Sieg beigetragen. Den Abend nannte er «eine absolute Verrücktheit» (übersetzt aus dem Spanischen); entscheidend sei gewesen, dass die Mannschaft bis zum Schluss kämpfen wollte und gemeinsam auf den Sieg gespielt habe.
Die Szene zum 2:3
Espís Treffer leitete die Wende ein: Nach einem kurz ausgeführten Eckball köpfte Endrick aufs Tor, Torhüter Gollini wehrte ab, und Espí schob den Abpraller ein. Der Treffer wurde zunächst wegen Abseits annulliert und nach Überprüfung durch den VAR gegeben. Drei Minuten später glich Endrick nach einer Ecke von Arda Güler per Kopf aus, in der Nachspielzeit traf Antonio Rüdiger nach einer weiteren Güler-Ecke zum 4:3.
Wie es weitergeht
Real Madrid hat nach zwei Spieltagen der Champions-League-Ligaphase sechs Punkte. Das nächste Spiel im Wettbewerb ist am 21.10.2026 im Bernabéu gegen RB Leipzig. Zuvor empfängt die Mannschaft am 18.10. in LaLiga den FC Sevilla.
