Aurélien Tchouaméni hat am 13.10. an der Seite von José Mourinho die Spielerpressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel bei der AS Roma bestritten. Der Franzose wollte nach eigener Aussage nicht über Schiedsrichter sprechen, tat es dann aber doch: Im Team herrsche derzeit «viel Frust über die Entscheide» (übersetzt aus dem Spanischen), sagte er laut Europa Press. Die Unparteiischen versuchten zwar ihr Bestes, das Gefühl in der Mannschaft sei aber ein anderes.
Hintergrund: die Debatte nach Villarreal
Die Aussage fällt in eine Phase, in der Real Madrid mehrere Entscheide anfechten will. Gegen Villarreal sah Vinícius Rot, Ibrahima Konaté kassierte seine vierte Gelbe Karte in LaLiga. Laut COPE will der Klub gegen beide Karten Einspruch einlegen. Tchouaméni hatte sich bereits nach dem 1:0 vom 10.10. kritisch zu den Schiedsrichtern geäussert. In Rom relativierte er: Wichtig sei, dass man das letzte Spiel gewonnen habe; nun zähle das nächste.
Selbstkritik zum Spiel
Zur Kritik am Auftritt der Mannschaft sagte Tchouaméni laut realmadrid.com, Real Madrid habe seit Saisonbeginn nicht sein bestes Spiel gezeigt. Verbesserungen seien mit und ohne Ball möglich, daran werde im Training gearbeitet. Kritik gehöre dazu, wenn man für Real Madrid spiele. Auf die Statistiken zu den Laufwerten, bei denen Real Madrid zuletzt hinter Gegnern lag, antwortete er, man müsse laufen, aber intelligent. Zahlen zeigten manchmal, was zu verbessern sei, manchmal nicht; es hänge vom Spiel ab.
Mittelfeld, Kabine und Mourinho
Ob Real Madrid einen kreativeren Mittelfeldspieler brauche, wollte Tchouaméni nicht beurteilen; das müssten der Trainer oder der Präsident beantworten. Er verteidigte die kollektive Arbeit im Zentrum. Das Verhältnis im Team bezeichnete er als gut, jeder versuche zu helfen; die Verpflichtung von Yan Diomande helfe der Mannschaft. Mit Mourinho habe er darüber gesprochen, was dieser von ihm erwarte. Er finde körperlich zurück zu seinem Niveau, und der Trainer verlange von ihm Gleichgewicht, gerade bei so vielen Offensivspielern. Die Frage, ob Mourinho das Resultat über das schöne Spiel stelle, beantwortete er knapp: Das sei die Meinung des Fragestellers, der Trainer wolle gewinnen.
Ballon d’Or
Zum Ballon d’Or sagte Tchouaméni laut realmadrid.com, Kylian Mbappé verdiene ihn nach seiner Saison sicher. Falls nicht er gewinne, nannte er mit Ousmane Dembélé und Michael Olise zwei weitere Franzosen als würdige Kandidaten. Mbappé führt eine Umfrage von L’Équipe zum Ballon d’Or an; vor Tchouaméni hatte sich bereits Andriy Lunin für Mbappé ausgesprochen.
Das Spiel
Tchouaméni nannte die Partie bei der Roma wichtig und schwierig, vor allem auswärts; Real Madrid habe aber die Qualität, um zu gewinnen, und wolle in der Champions League weiter punkten. Nach dem 2:1 gegen Inter zum Auftakt hat Real Madrid drei Punkte. Anpfiff im Olimpico ist am 14.10. um 21:00 Uhr, am 18.10. folgt in LaLiga das Heimspiel gegen Sevilla. Die Aussagen geben auch Telemadrid übereinstimmend wieder.